Am 12. September 2026 führte uns einer unserer Vereinsausflüge mitten ins Frankfurter Rathaus. Dort fand die Frankfurter Ehrenamtsmesse statt, bei der auch in diesem Jahr wieder zahlreiche Vereine, Initiativen und Organisationen aus ganz unterschiedlichen Bereichen im Römer zusammenkamen.

Für uns war es der zweite Besuch der Ehrenamtsmesse. Im vergangenen Jahr haben wir als Xplor e.V. zum ersten Mal teilgenommen und uns beim Ehrenamts-Speeddating mit anderen Frankfurter Organisationen ausgetauscht. Dieses Jahr wollten wir die Messe einmal aus einer anderen Perspektive erleben. Statt selbst an einem Stand oder Programmpunkt teilzunehmen, waren wir ganz bewusst als Gäste unterwegs. Unser Plan für den Tag war deshalb ziemlich einfach: durch den Römer laufen, neue Menschen und Organisationen kennenlernen und schauen, wo sich interessante Gespräche und vielleicht auch Anknüpfungspunkte für zukünftige Projekte ergeben.

Schon am Eingang wurden wir von Oberbürgermeister Mike Josef und dem als „Bahnbabo“ bekannten Peter Wirth begrüßt, bevor es für uns direkt hinein ins Messegeschehen ging. Von Natur und Umweltschutz über Bildung und Forschung bis hin zu Sport und gesellschaftlichem Engagement gab es dabei einiges zu entdecken.

Im Laufe des Tages kamen wir mit ganz unterschiedlichen Organisationen ins Gespräch. Bei der Stiftung für Hirnforschung am HIH erfuhren wir mehr über ihre Arbeit im Bereich der klinischen Hirnforschung und bekamen einige interessante Hinweise für unser eigenes Netzwerk. Die Stiftung Polytechnische Gesellschaft stellte uns wiederum ihre Angebote zur Vernetzung und Unterstützung ehrenamtlich Engagierter vor. Besonders interessant für uns war dabei die Möglichkeit, bei zukünftigen Fragen rund um Förderanträge Unterstützung zu erhalten.

Die Wichtigkeit der Verbindung und Weitergabe von Wissen zwischen Jung und Alt erfuhren wir im Gespräch mit Simon Schaugg, der die gemeinnützige Initiative YOLD vertrat. Hier geht es nicht nur darum, den riesigen Erfahrungsschatz vorheriger Generationen zu nutzen, sondern auch darum, Spaß an der Weitergabe von Wissen und beim Mentoring zu haben. Das passt hervorragend zu unseren eigenen Zielen. Wir wünschen viel Erfolg für die Ausschreibung zum Social Impact Award Germany 2026. 

Bei Wildwiesen e.V. ging es dagegen um Artenvielfalt, Streuobstwiesen und Naturschutz im Frankfurter Westen. Im Gespräch entstand direkt die Idee, ob sich die dort vorhandenen Räumlichkeiten in Zukunft vielleicht einmal für einen unserer Vorträge oder Workshops nutzen lassen. Auch beim Frankfurter Jugendring ergab sich ein interessanter Anknüpfungspunkt. Wenn wir zukünftig Xplor Veranstaltungen speziell für Jugendliche anbieten, könnten wir uns gegenseitig unterstützen und so auch neue Zielgruppen erreichen.

Darüber hinaus begegneten uns noch viele weitere spannende Organisationen. Wir kamen mit der Gesellschaft Prof. Dr. Wilhelm Kobelt e.V., den Zoo Freunden Frankfurt e.V., der Bildungsakademie des Landessportbundes Hessen e.V., der Frankfurter Bürgerenergiegenossenschaft, der Volkshochschule Frankfurt am Main, der ada_kantine e.V. und Inpact e.V. in Kontakt. Die Themen hätten dabei kaum unterschiedlicher sein können: von Tier- und Artenschutz über Weiterbildung und erneuerbare Energien bis hin zu Ernährung, Integration und gesellschaftlicher Teilhabe.

Gerade diese Mischung macht die Ehrenamtsmesse für uns so interessant. Hinter all diesen Projekten stehen Menschen, die neben Beruf, Studium und Alltag Zeit investieren, weil sie eine Idee haben, etwas verändern möchten oder einfach Freude daran haben, gemeinsam mit anderen etwas auf die Beine zu stellen.

Für uns als Xplor e.V. war der Tag deshalb vor allem eine Gelegenheit, über den eigenen Tellerrand zu schauen. Viele der Organisationen beschäftigen sich mit ganz anderen Themen als wir. Trotzdem merkt man im Gespräch schnell, wie viele gemeinsame Fragen es gibt: Wie bringt man Menschen zusammen? Wie vermittelt man Wissen und Erfahrungen? Wie erreicht man neue Zielgruppen? Und wo können unterschiedliche Vereine voneinander lernen oder gemeinsam etwas Neues entwickeln?

Am Ende gingen wir mit einigen neuen Kontakten, Ideen und möglichen Anknüpfungspunkten aus der Messe heraus. Welche davon irgendwann zu einem gemeinsamen Workshop, einem Vortrag, einer Veranstaltung oder vielleicht zu etwas ganz anderem führen, wird sich zeigen.

Aber genau das macht solche Ausflüge für uns aus: neue Menschen kennenlernen, neugierig bleiben und schauen, was daraus entstehen kann